Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht, ein Fehler

Am 31.08. gab das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen bekannt, dass zum 01.09. keine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung mehr bestehe. Was anfangs aus Schülersicht noch ganz angenehm klang, wurde innerhalb einer Woche äußerst interessant.

„Schulen können sich im Einvernehmen mit der Schulgemeinde darauf verständigen, freiwillig auch weiterhin im Unterricht eine MNB zu tragen.“, so die Aussage des Ministeriums. Wenn das Wörtchen freiwillig nicht wäre, sähe die Ganze Sache auch ganz anders aus. Solbald etwas freiwillig ist halten sich garantiert nicht alle dran.

Und es kam wie es kommen musste, es haben sich nicht alle daran gehalten, und es halten sich, trotz mehrmaliger eindringlicher Bitte, nicht alle daran. Der Höhepunkt des Ganzen sind aber nicht die uneinsichtigen Schüler, sondern die Lehrer die denken, dass man das alles nur nett verpacken muss.

„Wenn es in unserer Klasse zu einem Corona-Fall kommt können wir dem Gesundheitsamt ja versichern, dass jeder hier eine Maske getragen hat, dann müssen nicht alle für 14 Tage in Quarantäne.“, so die Aussage einer Lehrkraft, nicht wortgetreu wiedergegeben. Verknüpft man diese Aussage mit der Tatsache, dass es Schüler gibt die Ihre Maske nahezu ständig unter der Nase tragen, oder diese während des Unterrichts einfach absetzen, dann ist diese Aussage fahrlässig.

Hätte man die Maskenpflicht aufrechterhalten, dann würden sich auch mehr Personen dazu aufraffen, immer eine Maske zu tragen. Dann käme es bestimmt auch nicht zu so fahrlässigen Aussagen wie der oben genannten.

Ein Kommentar

  1. Ich habe den Kommentar mit großem Interesse gelesen und muss Feststellen, dass nehme ich anders war.
    Sowohl LehrerInnen als auch SchüllerInnen halten sich an die (ja, freiwillige) Verpflichtung eine MNB im Unter und auf dem Schulgelände ( dort ist es nach wie vor Pflicht) zu tragen. Ein Aspekt der sich meiner Meinung nach geändert hat, ist das Image der „Maskenpflicht“.
    War diese zu Anfang der Schulzeit noch eine gesetzlich geregelte Verpflichtung, so handelt es sich nun um eine Entscheidung, dir unter anderem von der Schülerschaft selber getroffen wurde.
    Hierbei Berufe ich mich auf ein absolut einstimmiges Ergebnis bei der Abstimmung aus dem Schülerrat!
    Unter den SchülerInnen hat sich ein Gefühl von Verantwortung etabliert, dass es so vorher nicht gab!
    Und dass denke ich ist im Moment sehr viel Wert.
    Und ja, dir Fallzahlen steigen in Deutschland wieder an, aber dort sind viele private Feiern und auch ein vermehrtes Testaufkommen mit einzubeziehen.
    Ob ein Maskentragen auf freiwilliger Basis ausreichend ist oder nicht, dass muss die Zeit ergeben, aber eine gesetzliche Verpflichtung hat leider auch immer den Anreiz, dagegen zu rebellieren, während sich das bei einer Entscheidung „aus den eigenen Reihen“ deutlich Kameradschaftlicher Verhält.

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